Natursage
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Nr. 233
Die verwandelten Knaben
· Neumark
Als die Sonne nun höher heraufkam, öffneten sie ihre Kober, um das Frühstück einzunehmen; der eine von ihnen hatte aber einen Käse, und mochten sie nun satt sein, oder war es bloßer Uebermuth, sie nahmen ihre großen Viehpeitschen hervor, und hieben damit so lange auf denselben los, bis Blut daraus hervorkam. Dafür sind sie denn zur Strafe auf der Stelle in Steine verwandelt worden, und diese sieben Steine haben dort gestanden, bis vor wenigen Jahren der Zellinsche Weg verlegt wurde.
Vergl. Beckmann's Beschreibung der Mark Brandenburg Th. I. S. 362, welcher sagt, die sieben jungen Bursche hätten ihren Käse und Brot auf unanständige Weise benetzt.